Auszubildende finden und binden

givve MasterCard zur Mitarbeiterbindung

Nachwuchsgewinnung und -bindung – eine große Herausforderung für Unternehmen.

Laut Daten des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Auszubildende momentan durchweg positiv, da ein Überangebot an Ausbildungsstellen besteht. Die Zahl der Schulabgänger ist derzeitig rückläufig, womit die Zahl der Bewerber für Ausbildungsstellen sinkt, während der Bedarf in den Betrieben steigt. Im Durchschnitt benötigen fast 20 Prozent der befragten Unternehmen mehr Auszubildende, bei Kleinunternehmen sind sogar 42% der Ausbildungsstellen unbesetzt. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie verstärkt um Auszubildende werben müssen. Besonders mittlere und kleine Betriebe haben Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung, da Schulabgänger bevorzugt zu Bewerbungen bei Großunternehmen tendieren, deren Namen sie kennen und deren Prestige sie schätzen. Dennoch ist auch für größere Unternehmen die Nachwuchsgewinnung von großer Bedeutung um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Die Rekrutierung von Auszubildenden ist somit eine Herausforderung für Unternehmen jeder Größenordnung, die es gezielt, systematisch und bedacht anzugehen gilt. Um potentiellen Nachwuchs anzusprechen ist es wichtig zu wissen, worauf Azubis bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle besonderen Wert legen und wie deren Prioritäten Rechnung getragen werden kann.

Auszubildende finden: Worauf legen Auszubildende bei der Wahl des Unternehmens Wert?

Durch das Überangebot an Ausbildungsstellen sind angehende Auszubildende nicht mehr darauf angewiesen, Kompromisse einzugehen um überhaupt einen Arbeitsplatz zu bekommen, sondern haben die Wahl in welchem Unternehmen sie ihre Ausbildung absolvieren wollen. Bei der Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle führen die Anwärter intensive Vergleiche aller Angebote durch um sicherzustellen, dass sie sich für den attraktivsten und für sie geeignetsten Arbeitgeber entscheiden. Dafür wird immer häufiger auf Internetseiten wie Kununu zurückgegriffen, die die Möglichkeit bieten sich auf der Basis von Mitarbeiterbewertungen Informationen zu Arbeitgebern einzuholen. Ein Blick auf die Kommentare und Bewertungen von Mitarbeitern auf diesen Bewertungsportalen und den Daten des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung macht deutlich, dass die Ausbildungsvergütung alleine längst nicht mehr entscheidungsrelevant ist, sondern viele andere Faktoren zu bedenken sind, wenn es darum geht Auszubildende für das Unternehmen zu gewinnen. Welche Faktoren können die Attraktivität von Arbeitgebern für Auszubildende wirklich steigern?

Arbeitsmarktmobilität

Einen sehr hohen Wert legen Auszubildende auf die Arbeitsmarktmobilität, also die Verwendbarkeit des Gelernten in anderen Unternehmen. Da sie sich oft (noch) nicht festlegen wollen, wie ihr zukünftiges Arbeitsfeld nach der Ausbildung aussehen soll, sollten Ausbilder ihren Schützlingen neben spezifischem Wissen ein möglichst breites Branchen- und Überblickswissen verschaffen. Dennoch ist es ratsam für die entsprechenden Unternehmen zu versuchen, durch Berücksichtigung der weiteren Ansprüche der Azubis diese nach Möglichkeit an das Unternehmen zu binden, um eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildungszeit zu erreichen und damit die Mitarbeiterfluktuation im Unternehmen zu senken.

Arbeitsklima

Hohe Priorität bei der Wahl des Ausbildungsunternehmens hat vor allem das Arbeitsklima. Noch vor der Vergütung wurde es von 77% der Befragten in der Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung als zweitwichtigster Faktor im Auswahlprozess angegeben. In diesem Feld schneiden die kleineren Unternehmen besser ab, da durch die geringere Zahl an Mitarbeitern die Einbindung in das Unternehmen oft besser gewährleistet ist und engere Verbindungen geknüpft werden können. Möglichkeiten zur Verbesserung des Arbeitsklimas gibt es viele: von regelmäßigen Unternehmungen zur Stärkung des Teambuildings und der gezielten Einbindung von Auszubildenden ins Team, bis hin zu detailliertem Feedback und Wertschätzung durch die Vorgesetzten. Durch qualitative Mentorensysteme haben Azubis das Gefühl sie werden systematisch betreut und haben einen Ansprechpartner auf den sie sich verlassen können.

Flexible Angebote und Zusatzleistungen

Außerdem sind angehenden Auszubildenden die Zusatzleistungen wichtig, die die Ausbildungsstätten neben dem Gehalt anbieten. Finanzielle Unterstützungen wie Essenszuzahlungen oder Zuschüsse zu Fahrtkosten, aber auch Angebote zur Weiterbildung oder flexible Arbeitszeiten stehen hoch im Kurs bei jungen Menschen und sind oft essentielle Faktoren bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber.

Dabei ist wichtig, dass die Zusatzleistungen flexibel sind, um jederzeit an die sich verändernde Lebenssituation des Auszubildenden angepasst werden zu können. Durch ein breites Angebot an Zusatzleistungen kann der Auszubildende die für ihn passenden auswählen und erfährt, dass auf seine individuellen Bedürfnisse eingegangen wird. Damit spürt der Auszubi, dass seine Leistung nicht einfach mit dem Gehalt abgegolten wird, sondern auch für sein soziales Wohl gesorgt wird.

Auszubildende binden: Wie gewinnt man die Azubis langfristig für das Unternehmen?

Unternehmen, die den genannten Ansprüchen und Bedürfnissen in besonderem Maße entgegenkommen, legen damit den Baustein für eine erfolgreiche Nachwuchs-Rekrutierung. Mit der Gewinnung der Auszubildenden ist es jedoch nicht getan: Wenn ein Unternehmen Geld und Anstrengungen in die Ausbildung gesteckt hat, ist es natürlich auch daran interessiert, den Auszubildenden auch nach seiner Ausbildung weiter zu beschäftigen. Auszubildende langfristig für das Unternehmen zu gewinnen gestaltet sich oft schwierig, kann aber zum einen durch Berücksichtigung der Ansprüche der Auszubildenden erreicht werden, da Azubis, die mit ihrem Unternehmen zufrieden sind, mit großer Wahrscheinlichkeit nach Ablauf des Ausbildungsvertrages bei dem Unternehmen bleiben. Zum anderen kann diese Tendenz verstärkt werden mithilfe von besonderen Incentives in Form von Zusatzleistungen. Wenn diese zum Beispiel über eine MasterCard ausgezahlt werden, ist das nicht nur eine optimale Lösung für die Personalabteilungen, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal im hart umkämpften Wettbewerbsfeld, durch das sich ein Arbeitgeber entscheidend von potentiellen anderen unterscheidet. Eine flexibles Angebot an Zusatzleistungen wird von den Azubis als besondere Wertschätzung empfunden, da sie das Gefühl haben, dass auf ihre individuellen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird. Kontinuierliche Wertschätzung in Form von variierenden, regelmäßigen Zusatzleistungen führt dazu, dass sich die Auszubildenden in das Unternehmen eingebunden fühlen und steigert so ihre Loyalität und damit die Wahrscheinlichkeit, dass der Auszubildende nach Ende seiner Ausbildung darauf Wert legt bei „seinem“ Unternehmen bleiben zu können.

Der Rekrutierung und Bindung von Nachwuchs wird auch zukünftig eine große Bedeutung zukommen. Zu Erkennen, worauf Auszubildende besonderen Wert legen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen um ihren Bedürfnissen entgegenzukommen, stellt einen entscheidenden Faktor dar im Wettbewerb mit anderen Konkurrenzunternehmen. Durch den gezielten Einsatz von Zusatzleistungen erfahren die Auszubildenden ein besonderes Maß an Wertschätzung, das den ausschlaggebenden Pluspunkt in Hinblick auf eine langfristige Bindung bringen kann.