Banking-Apps gegen das Finanz-Chaos

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Verirren Sie sich auch regelmäßig im Finanzdschungel zwischen Girokonto, Depot, Tagesgeldkonto und Kreditkarten? In diesem Dickicht alle Abbuchungen, Überweisungen und Gutschriften im Blick zu behalten, erfordert fast schon eine minutiöse Planung und viel Zeit. Banking-Apps wollen aufräumen mit dem Chaos. Aber was müssen solche Apps können und wie sicher sind sie eigentlich?

Was die perfekte Banking-App können sollte

Wer verschiedene Konten, Depots, Kreditkarten oder Sparverträge hat, sollte darauf achten, dass die App mit diesen kompatibel ist und nicht nur eine begrenzte Anzahl an Konten angezeigt werden kann. Existieren Accounts bei verschiedenen Banken, kann man auf multibankfähige Apps unabhängiger Dienstleister oder der eigenen Hausbank zurückgreifen. In einige Apps lassen sich auch PayPal-Konten und Kreditkarten wie die givve MasterCard einbinden.

Banking-Apps sollten Umsätze nicht nur anzeigen, sondern sie auch nach Zeitraum und Inhalten filtern können. Doch kaum jemand nutzt mobiles Banking, um nur zu schauen, wie viel Geld er auf der hohen Kante hat. Schnell eine Überweisung zu tätigen oder einen Dauerauftrag zu ändern, ist genauso wichtig. Mit wirklich guten Apps sind auch Auslandsüberweisungen kein Problem. Und wer sein Geld auch mal anfassen möchte, findet mit vielen Banking-Apps den nächsten Geldautomaten.

Wie sicher ist mobiles Banking?

Bequemes und schnelles Banking ist schön und gut, wäre aber doch eher kontraproduktiv, wenn jemand anderem das Smartphone in die Hände fällt, der dann das Konto abräumen kann.
Zur Beruhigung sei gesagt: Banking-Apps sind grundsätzlich sicher. Zumindest nicht unsicherer als Online-Banking. Im Idealfall schützen ein Passwort, das nicht gespeichert wird und die normale Banking-Pin den Account. Auch die Entsperrung durch die Touch-ID beim iPhone ist möglich. Vorsicht geboten ist, wenn die Pin automatisch für die nächste Anmeldung gespeichert wird. Bei Schäden haftet man dann unter Umständen selbst.

Schlechter als um die Sicherheit steht es bei einigen Anbietern um die persönlichen Daten. Einige sammeln mehr Daten vom Nutzer als notwendig. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Datenschutzbestimmungen. Achten sollte man darauf, dass Zugangsdaten und Tan nicht auf den Servern der Hersteller gespeichert werden. Auch wenn man keinem Anbieter eine böse Absicht unterstellen möchte, sind in diesem Fall Tür und Tor für Datenmissbrauch geöffnet.

Tipps für das Mobile-Banking

Wer beim mobilen Banking ein paar Tipps beachtet, verringert die Gefahr, dass das Konto geknackt wird:

  • Kein öffentliches WLAN nutzen
  • Keine Überweisungen tätigen, wenn einem etwas seltsam (flackernder Bildschirm) vorkommt
  • Sicheres Passwort und Pin für die App selbst und das Smartphone (keine Wischmuster für den Sperrbildschirm, da sie sich auf dem Bildschirm abzeichnen) wählen
  • Regelmäßige Softwareupdates durchführen
  • Download der App bei der Hausbank, im offiziellen App Store oder Play Store
  • Pin und Tan auf keinen Fall speichern oder offen herumliegen lassen
  • Bei Verlust oder Diebstahl: Handy sperren lassen

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Die besten Banking-Apps

Welches sind denn nun die besten Banking-Apps? Das hat Finanztest im letzten Jahr getestet. Die führenden Apps überzeugen zunächst einmal damit, dass mit ihnen zahlreiche Banken und Kreditkarten – natürlich auch die givve MasterCard – verknüpft werden können.

OutBank DE hat für iOS am besten abgeschnitten. Die App unterstützt über 3.000 Banken und Kreditkarten und überzeugt mit Funktionsumfang und Sicherheit. Dicht gefolgt wird OutBank DE von der Sparkassen- und der Sparkassen+-App, die auch für Android erhältlich ist und hier vorne liegt. Mit gut bewertet wurde auch die App der ING-Diba. Weitere Anbieter wie Star Money oder Banking 4i schneiden mit einem Befriedigend ab.

Fazit: Welche App den eigenen Bedürfnissen entspricht, muss letztlich jeder selbst wissen. Denn nicht alle Banking-Apps warten mit dem vollen Funktionsumfang auf. Einige Apps quälen ihre Nutzer mit komplizierten Anmeldeverfahren oder unhandlicher Bedienung. Wer aber unterwegs seine Bankgeschäfte im Blick haben möchte, kann dem Finanz-Chaos mit Hilfe einer Banking-App Herr werden. Um keine böse Überraschung zu erleben, sollte man sich vorher allerdings eingehend über Datenschutzaspekte und die Funktionen informieren.