So steigern Sie die Attraktivität Ihres Unternehmens

Flexible Benefits

Kienbaum-Studie über flexible Benefits.

Neben dem Gehalt spielen attraktive Zusatzleistungen eine wichtige Rolle um Mitarbeiter zu motivieren, langfristig zu binden und das Image eines Unternehmens allgemein zu verbessern. Während fixe Bestandteile betrieblicher Zusatzleistungen (z.B. betriebliche Altersvorsorge, Firmenwägen etc.) weit verbreitet sind, gaben lediglich 22% der befragten Unternehmen an, über ein flexibel gestaltbares Vergütungssystem zu verfügen, welches Mitarbeitern die Möglichkeit gibt passende Zusatzleistungen auszuwählen. Vor allem für junge Mitarbeiter sind beispielsweise Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie Aspekte der Work-Life-Balance entscheidend für die Zufriedenheit im Beruf bzw. die Auswahl zukünftiger Arbeitgeber.

Obwohl nahezu die Hälfte der befragten Unternehmen die Relevanz flexibler Zusatzleistungen erkannt haben, zögern viele Unternehmen bei der Einführung eines solchen Systems. Als häufigster Grund hierfür wird der administrative Aufwand genannt. Dabei können flexibel gestaltbare Vergütungssysteme mit zum Teil steuer- und/oder sozialabgabenfreien Leistungen im Hinblick auf die wachsende Abgabenlast nicht nur für viele Arbeitnehmer attraktiver sein als eine reine Gehaltserhöhung, sondern auch für das Unternehmen wäre dieser Weg oftmals günstiger.

Die Bedürfnisse der Mitarbeiter können sich aufgrund unterschiedlichen Alters, Familienstandes oder Einkommens stark voneinander unterscheiden. Lediglich 19% der befragten Unternehmen gaben an, dass sie regelmäßig überprüfen, ob ihre Zusatzleistungsangebote den Bedürfnissen der Mitarbeitergruppen entsprechen.

Wer gewährleisten will, dass die verschiedenen und sich kontinuierlich ändernden Ansprüche der Mitarbeiter berücksichtigt werden, braucht ein System das es erlaubt, gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. Mithilfe flexibler Benefits können die Mitarbeiter auf verschiedene Zusatzleistungen verzichten bzw. den Anteil reduzieren und Leistungen auswählen, die sie besonders wertschätzen. Die Einbindung der Mitarbeiter in den Entscheidungsprozess erhöht zum einen die Transparenz der betrieblichen Nebenleistungen und zum anderen die Wertschätzung der gewährten Nebenleistungen bei nahezu konstanten Kosten.

Derzeit sind flexible Nebenleistungen in der Regel noch den höheren Einkommensklassen vorbehalten. Gerade hier werden die Benefits als Bestandteil des Gesamtpakets mit den Angeboten anderer Firmen verglichen, weshalb ihnen eine besondere Bedeutung bei der Besetzung von Schlüsselpositionen und dem Anwerben von Top-Performern zukommt. Kienbaum erwartet allerdings, dass viele Unternehmen ihre flexiblen Zusatzleistungen auf weitere Teile der Belegschaft ausweiten, um ihre Marktpositionierung zu stärken und sich noch klarer vom Wettbewerb zu differenzieren. Rund ein Drittel der Unternehmen, die bereits ein flexibles Benefitsprogramm anbieten, beabsichtigen einen Ausbau des Programms und ca. 17% aller befragten Unternehmen planen es einzuführen.

(Grundlage der Untersuchung ist eine Online-Befragung der Kienbaum Management Consultants GmbH bei 70 Unternehmen aller Größen und Branchen. Schwerpunktmäßig liegen die befragten Unternehmen im Mittelstand. Der Großteil hat ca. 250 Mitarbeiter. Knapp die Hälfte der untersuchten Unternehmen (47 %) stammt aus dem Dienstleistungsbereich, 37 % aus der Produktion/Industrie und 16 % aus Handel/Vertrieb.)