Mitarbeitersuche einmal anders: Unternehmen bewerben sich bei Kandidaten

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Personaler sollten sich in Zukunft auf Fragen einstellen wie „Wieso wollen Sie ausgerechnet mich einstellen?“, „Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?“, „Was können Sie mir bieten, was andere Unternehmen nicht können?“ Denn in Zeiten von Fachkräftemangel, Globalisierung und zunehmender Flexibilität der Arbeitnehmer haben nicht nur Unternehmen die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Bewerbern. Auch potenzielle Mitarbeiter haben vielfältige Optionen. Beim Recruiting sollten Personaler deshalb neue Wege gehen und zeigen, dass sie zu den Top-Arbeitgebern gehören, die sich um ihr Personal bemühen. Dabei müssen sie nicht warten, bis sich ihr Traumkandidat auf die passende Stelle bewirbt. Werden Sie selbst aktiv und bewerben Sie sich bei den passenden Kandidaten.

Die Grundlagen des Bewerbungsprozesses für Unternehmen

Der Social Media Auftritt

Potenzielle Kandidaten werden heute vor allem online auf Unternehmen aufmerksam. Deshalb gilt: wie gute Bewerber müssen auch Unternehmen dafür sorgen, dass sie sich online von ihrer besten Seite zeigen. Dazu gehören neben informativen Websites auch aussagekräftige und aktuelle Unternehmensprofile in den sozialen Medien und auf den einschlägigen Bewertungsplattformen. Stellen Sie Ihr Unternehmen sympathisch dar, lassen Sie Mitarbeiter zu Wort kommen und reagieren Sie schnell auf Nachrichten und Kommentare.

Die Kandidatensuche

Auch die Suche nach Mitarbeitern wird durch Social Media erleichtert, denn hier finden Sie die High Potentials. Besonders junge Arbeitnehmer beschreiben sich und ihren Werdegang in beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkdedIn, auf ihren eigenen Blogs oder auf Facebook. Besser noch: Unternehmen erhalten oft auch gleich Informationen darüber, ob potenzielle Kandidaten auf Jobsuche oder offen für Angebote sind. Mit einer Stichwortsuche können schnell passende Kandidaten gefunden werden und zwar ganz ohne Headhunter.

Die Kontaktaufnahme

Was für Bewerber gilt, gilt auch für Unternehmen: Das Anschreiben entscheidet über den weiteren Verlauf. Genau wie Bewerber sollten auch Personaler ordentlich Hirnschmalz investieren. Mit vorgefertigten Massenmails gewinnen Unternehmen keine High Potentials für sich. Wichtig ist es, auf den jeweiligen Lebenslauf einzugehen, die vakante Stelle zu beschreiben und gleich Argumente zu liefern, wieso eben dieser Werdegang zum Unternehmen und der Stelle passt. Kurz: Liefern Sie dem Kandidaten Gründe, sich bei Ihnen zu melden – obwohl er vielleicht gerade nicht aktiv auf Jobsuche ist.

Das Bewerbungsgespräch

Ein kurzes Telefonat sollte der Einstieg sein. So können sich Unternehmen und Kandidaten schon einmal gegenseitig beschnuppern und grundsätzliche Fragen klären. Das persönliche Bewerbungsgespräch wird dadurch selbstverständlich nicht ersetzt. Doch wie soll es ablaufen?

Natürlich müssen Unternehmen prüfen, ob der Kandidat sich letztlich für die Stelle eignet und zum Unternehmen passt. Allerdings sollten Fragentechniken, in denen sich der potenzielle Mitarbeiter in die Enge getrieben und wie bei einem Verhör fühlt, tunlichst vermieden werden. Schließlich wollen Sie ihn ja nicht vergraulen sondern für sich gewinnen. Sorgen Sie also für ein Gespräch auf Augenhöhe. Sie werden sehen: Die Bewerber werden entspannter sein und authentischer auftreten. Deshalb erkennen Sie als Personaler ganz ohne den Bewerber durch die Mangel zu drehen, ob er zu Ihrem Unternehmen passt und wie gut er sich verkaufen kann.

Der Arbeitsvertag

Zum guten Ton gehört es, sich nach dem Gespräch noch einmal beim Kandidaten zu bedanken. Hier können Sie auch Stellung dazu nehmen, ob Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können oder nicht, ihn zu einem weiteren Gespräch oder Assessment Center einladen. Im Idealfall entsteht ein neues Arbeitsverhältnis und Ihre Unternehmens-Bewerbung ist von Erfolg gekrönt.